Namen
Vorname unter dem Brustlogo, ab dem ersten Stück, sobald das Basismotiv freigegeben ist. Für neue Mitarbeiter liefern wir Einzelstücke nach – ohne neue Mindestmenge, weil Motiv und Position bereits archiviert sind.
Leistung · Textilveredelung
Ein Druckverfahren passt nicht auf jedes Textil. Ein vierfarbiges Rückenmotiv auf einer Softshelljacke braucht eine andere Technik als ein zweifarbiges Logo auf 800 Poloshirts – und eine Warnschutzjacke wieder eine andere, weil dort die Zertifizierung mitentscheidet.
Wir bedrucken Arbeitskleidung in eigener Produktion und wählen das Verfahren nach Textil, Motiv und Stückzahl. Ab 100 Stück, Lieferung in 2 bis 4 Wochen, mit einem Muster zur Freigabe, bevor die Serie läuft.
Verfahrenswahl
Textilveredelung ist Auswahlarbeit. Wer nur ein Verfahren im Haus hat, empfiehlt zwangsläufig dieses. Wir entscheiden nach vier Kriterien: Material, Motiv, Stückzahl und Waschbelastung.
| Verfahren | Ideal für | Ab Stückzahl | Farben | Grenzen |
|---|---|---|---|---|
| DTF-Druck | Alle Gewebe, auch Mischgewebe und Polyester. Fotomotive, Verläufe, feine Details. | Ab 1 Motiv wirtschaftlich | Unbegrenzt | Großflächig auf Membrantextilien reduziert die Atmungsaktivität |
| Thermotransfer / Flexdruck | Einfarbige Logos, Namen, Nummern, Warnschutzkleidung | Kleine Mengen, auch Einzelstücke | 1–3 Volltonfarben | Keine Verläufe, keine Fotomotive |
| Siebdruck | Hohe Auflagen mit wenigen Volltonfarben | Ab ca. 250 Stück | 1–6 Volltonfarben | Pro Farbe ein Sieb – Rüstkosten bei kleinen Mengen zu hoch |
| Digitaler Direktdruck | Baumwolle und baumwollreiche Ware, fotorealistisch | Kleine Auflagen | Unbegrenzt | Nicht auf Polyester, Softshell oder beschichteter Ware |
Bis 250 Stück und mehrfarbig ist DTF fast immer die richtige Wahl. Ab 250 Stück und einfarbig rechnet sich Siebdruck deutlich besser. Namen und Nummern laufen unabhängig davon über Thermotransfer, weil dort jedes Stück ohnehin einzeln ist.
Verfahrensrechner
Vier Angaben genügen für eine erste Empfehlung. Verbindlich wird sie mit dem Muster.
Poloshirts und T-Shirts, Hemden bedrucken wir in Brust- oder Rückenposition, dazu Sweatshirts, Softshelljacken, Fleecejacken, Arbeitsjacken, Westen, Arbeitshosen sowie Warnwesten und Warnschutzkleidung.
Textilien liefern wir aus dem Sortiment von Portwest, James & Nicholson, Kariban, SOL'S, B&C und Roly – oder wir bedrucken Ihre vorhandene Ware nach vorheriger Materialprüfung.
Verfahren im Detail
DTF steht für Direct to Film. Das Motiv wird spiegelverkehrt auf eine Transferfolie gedruckt, mit Klebepulver bestreut, ausgehärtet und anschließend mit Hitze und Druck auf das Textil übertragen.
Der entscheidende Unterschied zum klassischen Direktdruck: DTF haftet auf praktisch jedem Gewebe. Polyester, Mischgewebe, Softshell, Fleece, Canvas – also genau die Materialien, aus denen Arbeitskleidung tatsächlich besteht und an denen Direktdruck auf Baumwollbasis scheitert.
Auf atmungsaktiven Membrantextilien reduziert ein großflächiger Druck die Atmungsaktivität an dieser Stelle – bei einem Brustlogo irrelevant, bei einem Rückenmotiv auf einer Regenjacke ein Thema, über das wir vorher sprechen. Und direkt auf Reflexstreifen wird nicht gedruckt, unter keinen Umständen.
Norm und Zertifizierung
Bei Warnschutzkleidung entscheidet nicht der Geschmack über die Veredelung, sondern die Norm. EN ISO 20471 schreibt Mindestflächen an fluoreszierendem Hintergrundmaterial und retroreflektierendem Material vor. Wird ein Logo über diese Flächen gedruckt, verliert das Kleidungsstück seine Zertifizierung – und fällt beim nächsten Audit auf.
Thermotransfer ist hier das kontrollierbare Verfahren: geringe Flächenbelegung, exakt definierbare Position, keine Beschichtung des Reflexmaterials. Wir platzieren das Logo grundsätzlich außerhalb der Reflexstreifen und dokumentieren die verbleibende Signalfläche.
Denselben Weg gehen wir bei Namen und Nummern: Jedes Stück ist ohnehin ein Unikat, Thermotransfer braucht dafür kein neues Setup pro Person.
Warnschutzkleidung besticken und bedrucken – Klassen 1 bis 3, Mindestflächen und Auditdokumentation.
Warnwesten bedrucken wir normkonform, ab 100 Stück.
Personalisierung
Bedruckte Arbeitskleidung wird erst dann zum Betriebsmittel, wenn sie einer Person oder einer Funktion zugeordnet ist. Drei Anwendungen sehen wir bei unseren Kunden am häufigsten.
Vorname unter dem Brustlogo, ab dem ersten Stück, sobald das Basismotiv freigegeben ist. Für neue Mitarbeiter liefern wir Einzelstücke nach – ohne neue Mindestmenge, weil Motiv und Position bereits archiviert sind.
Lager, Fahrdienst, Instandhaltung, Besucher: als Aufdruck auf Ärmel oder Rücken, optional zusätzlich farblich codiert. Wer im Werk auf zwanzig Meter erkennen kann, wer wozu gehört, spart sich Rückfragen.
Für Poolkleidung im Waschkreislauf: jedes Stück eindeutig, damit nach der Wäsche die Zuordnung stimmt und Verluste sichtbar werden.
Das Layout wird einmal festgelegt und für alle Folgeaufträge übernommen. Position, Schriftart, Größe und Farbe bleiben identisch – auch wenn zwei Jahre später eine andere Person bestellt.
Haltbarkeit
Der häufigste Grund für Reklamationen bei bedruckter Arbeitskleidung ist nicht der Druck, sondern die falsche Verfahrenswahl für das tatsächliche Waschprogramm. Gewerbliche Wäsche bedeutet 60 bis 75 °C, hohe Schleuderdrehzahl, Tunnelfinisher und alkalische Waschmittel. Das ist eine andere Belastung als die Haushaltswäsche bei 40 °C, für die viele Anbieter ihre Zahlen ausweisen.
| Verfahren | Industriewäschen bei 60 °C | Typischer Ausfallmodus |
|---|---|---|
| Stickerei | 50+ | Praktisch keiner |
| Siebdruck | 40 | Feine Rissbildung in großen Flächen |
| DTF-Druck | 30 | Kantenablösung bei mechanischer Reibung |
| Thermotransfer | 25 | Ablösung an Knick- und Scheuerstellen |
Richtwerte aus eigener Produktion, keine Laborzertifikate. Für ein Audit dokumentieren wir den Test auf Ihrem Material.
Deshalb fragen wir vor der Angebotserstellung nach Ihrem Waschprogramm: Temperatur, Dienstleister oder Eigenwäsche, Zyklen pro Monat. Auf Wunsch bedrucken wir ein Musterstück, das Sie durch Ihren eigenen Waschkreislauf schicken, bevor Sie die Serie bestellen. Das kostet zwei Wochen und verhindert eine Fehlentscheidung über mehrere hundert Teile.
Druckdaten
Auf dunklen Textilien drucken wir eine weiße Unterlage, damit die Farben decken. Das gehört zum Standard und wird nicht separat berechnet.
DTF druckt in CMYK plus Weiß. Pantone-Sonderfarben werden dabei angenähert, nicht exakt reproduziert – besonders bei Orange, Leuchtgrün und satten Blautönen ist eine sichtbare Abweichung möglich. Wo die Farbe exakt sitzen muss, ist Siebdruck oder Thermotransfer das Verfahren der Wahl, weil dort mit angemischter Volltonfarbe gearbeitet wird.
Sie laden die Dateien direkt über das Anfrageformular hoch. Vor der Serie erhalten Sie ein Muster auf dem bestellten Material – nicht auf Papier, nicht als Bildschirmvorschau.
Konditionen
Feste Preise veröffentlichen wir nicht – bei vier Verfahren wären sie irreführend. Der Preis entsteht aus:
FAQ
Ab 100 Stück pro Auftrag, Artikel und Größen frei kombinierbar. Für Nachbestellungen aus einem bereits freigegebenen Motiv gilt eine niedrigere Menge – ab 10 Stück.
DTF überträgt ein vollflächig gedrucktes Motiv mit unbegrenzten Farben und eignet sich für Fotomotive und Verläufe. Thermotransfer, in der Branche auch Flexdruck genannt, arbeitet mit geschnittener Folie in Volltonfarbe und ist bei einfarbigen Logos, Namen und Nummern die günstigere und farbtreuere Lösung.
Bei gewerblicher Wäsche über 60 °C ist Siebdruck in großen einfarbigen Flächen am robustesten, DTF bei mehrfarbigen Motiven. Entscheidend ist weniger das Verfahren als die Abstimmung auf Ihr tatsächliches Waschprogramm – danach fragen wir vor dem Angebot.
Bei korrekter Verfahrenswahl 30 Industriewäschen bei 60 °C. Ausfälle entstehen fast immer durch zu hohe Temperatur, Tunnelfinisher oder eine für das Material ungeeignete Technik.
Ja. Wir drucken ausschließlich außerhalb der Reflexstreifen und halten die nach EN ISO 20471 vorgeschriebenen Mindestflächen ein. Die Dokumentation dazu liefern wir mit.
Vektordateien in AI, EPS, PDF oder SVG, Schriften in Pfade konvertiert. Pixeldateien nehmen wir ab 300 dpi in Originalgröße an. Pantone- oder HKS-Werte bitte mitschicken, falls vorhanden.
Ja, nach vorheriger Materialprüfung anhand eines Musterstücks. Für beigestellte Ware übernehmen wir keine Materialhaftung, wohl aber die Verantwortung für die Druckqualität.
Ja, ab dem ersten Stück, sobald das Basismotiv freigegeben ist. Neue Mitarbeiter werden ohne neue Mindestmenge nachbestellt.
Schicken Sie Logo, Artikel und Stückzahl – Sie erhalten Verfahrensempfehlung und Angebot, kein Standardpaket.